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Kategorie: Politik

Jetzt: Sonnenenergie in Nordafrika fördern

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Statt Northstream-2, drei oder vier für fossile Brennstoffe, Atomkraft ohne Zukunft und Fracking ohne Verstand, sollte sofort die Produktion von Energie in Nordafrika forciert werden, Hochspannungsleitungen durchs Mittelmeer gelegt und entsprechende Personal-Ausbildung angeleiert werden.

Versuchsanlagen in der spanischen Wüste, das Projekt Desertec und andere Großprojekte zum Beispiel in Indien haben gezeigt, dass die aus menschlicher Perspektive unendliche und immense Sonnenenergie, die auf der Erdoberfläche auftrifft, nur abgeschöpft werden muss.

Im Sonnen-Gürtel um den Äquator – auf dem afrikanischen Kontinent in dessen Norden bis zum Mittelmeer – prasseln Photonen im Wert von rund 250 Watt pro Quadratmeter auf den Wüstensand ein. In Berlin sind es immerhin noch mindestens 100 Watt pro Quadratmeter im Mittel.

Grafiken: Wikipedia; Creative Commons 3.0

Für Länder wie Marokko, Algerien und Libyen könnte das der so dringend nötige Geldregen bedeuten, um die Länder schnell zu mehr gesellschaftlicher bzw. politischer Stabilität zu entwickeln. Daher sollte die europäische Mitarbeit an einem solchen Vorhaben keinesfalls der Privatwirtschaft übergeben werden. Sonst würde sich an der zur Zeit nahenden Unbezahlbarkeit von fossiler Energie, hin zu der im Grunde kostenlosen Sonnenenergie nichts ändern.

Da die Energiemenge der Sonnenstrahlen, die bei uns in Deutschland auftrifft, weniger als halb so groß ist gegenüber der Sahara, sind die Transportverluste nach Europa verschmerzbar. Nichtsdestotrotz lohnt es, auch hier im bewölkten Norden mit den seit Jahren erprobten Balkonkraftwerken die Energiewende zu stützen. Wir müssen halt alle mit anpacken – und eben investieren. Balkonkraftwerke amortisieren sich schon nach zwei Jahren – halten aber 20 Jahre oder länger.

Auf jedes Dach gehören Solaranlagen.

Zur Stromerzeugung mit Photovoltaik bzw. Solarkollektoren für die Warmwasseraufbereitung. Es wäre für geldgierige Vermieter viel lukrativer, den Mietern Strom vom eigenen Dach zu verkaufen, als ihnen mit teuren Mieterhöhungsklagen mehr Wohnzins abzupressen.

(Sonnen-) Energie muss ein Menschenrecht sein.

Das bedeutet, alle Menschen müssen Sonnenenergie prinzipiell kostenlos nutzen können. Da die Sonnenenergie für die „Ernteunternehmen“ genauso kostenlos ist, sollten sie auf die Kundx lediglich ihre Betriebskosten umlegen dürfen. Daher bieten sich Eigenbetriebe an.

Ukraine wird kapitulieren

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Die Ukraine sollte kapitulieren – und sie wird es. Denn die Ukraine kann diesen Krieg nicht gewinnen. Und selbst wenn, gegen einen so übermächtigen Aggressor wie Russland, nur unter großen Verlusten und Schäden.

Krieg ist absolut sinnlos

In Kriegen gewinnt nur die Waffenindustrie. Alle anderen verlieren. Und immer kapituliert am Ende Einer. 1945 hat Deutschland kapituliert, Japan auch, 1871 Frankreich und schon viele Länder und Völker vor ihnen. Der Angreifer hat die Kapitulation des Opfers zum erklärten Ziel. Der Überfallene hat das Ziel, nicht zu kapitulieren. Deshalb kämpfen sie alle. Immer weiter. Viele Jahre ohne Erfolg, wie man in Afghanistan, Indochina, Sudan, Kongo, Nordirland, Palästina und überall sehen kann, wo Krieg war oder ist. Denn keiner will verlieren, auch nicht, wenn die Kräfteverhältnisse klar sind.

Der Preis dieser Dickköpfigkeit sind viele, viele Tote. Alles Menschen. Mit Kindern, Freunden, Familien. Zerfetzt von Bomben, erfroren in Stellungsgräben, verdurstet in eingeschlossenen Städten, erstickt an Giftgas, lebendig verbrannt in Panzern, erschlagen von Trümmern, verhungert auf der Flucht, erschossen von Mördern¹. Der Einsatz von Waffen hat noch nie einen Krieg beendet – sondern angefacht.

Was würde denn passieren, wenn die Ukraine nicht kapituliert? Dann wird sie zusammen­geschossen. Alles wird dem Erdboden gleich gemacht. Erst die militärischen Anlagen, Flugfelder, Öllager, Häfen, Brücken. Dann Bahnlinien, Krankenhäuser, Schulen. Das geht schnell, damit ist das Land bereits praktisch schon unbenutzbar. Die Millionen von Wohngebäuden bieten Beschussziele für Jahre; zu sehen zum Beispiel im Jemen. In der Ukraine hat die Vernichtung von Wohnraum erst begonnen. Was nützt es den Ukrainern, wenn sie am Ende alle tot sind? Keine Wohnung, keine Nahrung und keine Arbeit haben?

Müssen diese Toten sein?

Sie werden »Opfer« genannt. Sprachlich ist also klar, dass die Toten der angeblich aufgeklärten Zeit immer noch die überholte Folge irrationalen Handelns sind. Opfer sind Ausdruck einer Ohnmacht, was die eigenen Handlungsmöglichkeiten angeht. Statt mit Verstand an die Probleme bzw. Fragen heranzugehen, verzichten die Menschen auf diese Anstrengung und ziehen die Einfachheit eines angeblichen Schicksals vor, dem sie – wenn überhaupt – nur mit heidnischen bzw. religiösen Handlungen Milde abzuringen versuchen. Im Weltspiegel vom 10.4.2022 sagt eine Russin stellvertretend für alle Anhänger der Opfernotwenigkeit „[…] ohne Opfer geht es nicht; Gott ist mit uns […]”⁵. Im Krieg opfern die Beteiligten Machthaber solange Teile der Bevölkerung, bis ihr innerer Opferdruck befriedigt ist.

Wir leben wohl doch nicht in einer Epoche der reinen Vernunft. Denn in einer solchen würden die Überfallenen einfach kapitulieren. Es gibt durchaus Ansätze dieser Strategie: Die Polizei zum Beispiel rät, Räubern sofort Geld und Wertsachen zu überlassen, weil sie es nicht wert sind, das Leben zu gefährden – funktioniert . In der Geschichte der Menschheit sind diejenigen mehr oder weniger gut damit gefahren, diesen Zehnt lautlos abzuliefern, wenn ihnen ihr Leben lieb war. Ja, in der DDR und der Sowjetunion wurden, in Russland und Nordkorea werden die Menschen bzw. die Menschen­rechte unterdrückt. Aber die Menschen leben. Die Menschen in Russland dürfen das sogar Land verlassen.

Der epileptische Esel

Der Nacktreiter aus Petersburg ist ein größenwahnsinniger Kleingeist, dem mit der Logik von Embargos und Völkerrecht nicht beizukommen ist. Er agiert wie ein panischer Stier, der nach überall ausschlägt. Wie ein epileptischer Esel, der seine Hufe nicht koordinieren kann. Wie ein dämlicher Köter ohne Verstand. Der beschränkte Stier hat sich selbst die Eierklemme vom Rodeo angelegt, die dem Tier die Sinne raubt und das Denken unmöglich macht. Dieser Gopnik hat sich in seiner Beschränktheit selbst das Glöckchen umgehängt, nach dem er bellt, und das ihn am Aufhören hindert. Was sollen diese Gleichnisse? Wie diese, kann Russland mit dem Aus­rasten nicht von alleine aufhören. In diesem Krieg kann das nur die Ukraine.

Kapitulation ist sowieso das Ende

Wenn in der Ukraine nicht noch viele Tausend Menschen sterben sollen, sondern leben, dann würde eine Kapitulation das Töten sofort beenden. Eine russische Oligarchie in der (Ost-)Ukraine wäre nicht schön, aber das kleinere Übel. Die Deutschen wählen seit Jahrzehnten immer das vermeintlich kleinere Übel. Warum nicht die Ukraine? Die Deutschen und die Russen leben. Haben Facebook, Netflix und iPhones.

Wann wird denn Russland sonst aufhören, die Ukraine zu zerstören? Bei 100.000 Toten oder erst bei 20 Millionen? Das ist egal! Er wird erst aufhören, wenn er gewonnen hat; Russland ist eine überlegene Atommacht³. Die Ukraine sollte ihn gewinnen lassen – dies ist ein Krieg, „den man nicht gewinnen kann“ ⁴. Um seine Strafe kann die Welt sich später kümmern – ohne das unendliche Leid des Krieges.

Sanktionen funktionieren nicht, solange es Länder gibt, die dabei nicht mitmachen. Abgesehen davon wird es immer skrupellose Geschäftemacher geben, die Waren und Geld auf Umwegen an den Sanktionen vorbei bewegen². Gas und Öl aus und von Russland zu kaufen, zeigt uns, wie grotesk, verlogen und widersprüchlich die jetzige Situation ist. Darüber hinaus beweisen das alle bisherigen Sanktionen und Kriege.

Das Rechtssystem ist eben reaktiv, nicht präventiv

Die Demokratien der Nachkriegswelt haben Institutionen geschaffen, die es ermöglichen, verbrecherische Kriegstreiber vor Gericht zu bringen. Diese Demokratien sollten sich jetzt nicht selbst zu Kriegsparteien machen. Sondern zu jenen besonnenen, geschichtsbewussten und geschichts­gelehrigen Diplomaten werden, die sich weder von einem Geistesgestörten noch von der Rüstungsindustrie provozieren lassen.

Selbst wenn die Aggressoren der Gegenwart sich der weltlichen Gerichtsbarkeit dauerhaft entziehen würden, wären die vielen geretteten Leben ein Sieg der Menschlichkeit und Ethik. Die erhalten gebliebenen Anlagen ein Sieg über einen sonst Jahrzehnte dauernden Wiederaufbau. Es ist keineswegs klar, dass Pütin verurteilt werden könnte. Denn viele PsychologInnen sagen, dass Putin – wie Trump und der kleine, dicke Junge mit der schwarzen Merkwürdigkeit auf dem Kopf – gar nicht zurechnungsfähig ist.

Die Ukraine könnte jetzt kapitulieren – weil das sowieso passieren wird.


  1. „Soldaten sind Mörder“ in „Der bewachte Kriegsschauplatz“, Kurt Tucholsky, Berlin 1931.
  2. Russian Commercial Bank (RCB Bank) an einen Zyprioten (mit russischem Pass) überschrieben: in Panorama vom 17.3.2022.
  3. „Russlands Militär ist Ukraine weit überlegen“: in n-tv online, 24.2.2022.
  4. Richard David Precht für eine Kapitulation der Ukraine: in einem Podcast vom 9. März 2022 (erschienen am 11.3.22) auf der Podcast-Website bei ca. 11:10 und 45:01. Über die folgende Diskussion berichtete unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
  5. Weltspiegel vom 10.4.2022, Beitrag „Russland: Der Umgang mit den toten Soldaten“, bei ca. 2:29

Der BER wird neu gebaut

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Wann wird der BER eröffnet? Gar nicht. Wie, gar nicht? Es sollten doch nur noch ein paar technische Mängel behoben werden. Dieser BER wird nicht eröffnet, dafür ein anderer.

Eventuell weiß der Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks mehr als der Öffentlichkeit mitgeteilt wird. Das würde jedenfalls erklären, wie es zu seiner Aussage kam, »das Ding wird abgerissen und neu gebaut«.

Es wird unausweichlich sein, dass der BER in Schönefeld abgerissen wird. Bereits bei der Planung war klar, dass der Standort Sperenberg die bessere Wahl gewesen wäre. Nur weil Politiker Angst hatten, Stimmen zu verlieren, haben sie den faulen Berlinern einen etwas längeren Anfahrtsweg ersparen wollen. Ein Anfahrtsweg, den in München jeder akzeptabel findet und den man in Asien einfach mit Schnellzügen verkürzt. Ein Weg, den man einfach machen muss, weil Flughäfen eben mittelfristig Platz für Erweiterungen benötigen. Für mehr Passagiere oder Fracht.

Die Berliner werden diesen Anfahrtsweg trotzdem irgendwann haben. Denn »Willy Brandt« wird niemals fertig werden. Das Fluggastterminal ist eine Fehlplanung, einfach Schrott. Man will das Scheitern nur nicht zugeben. Zu viele Besserverdiener wollen ihre fetten Gehälter gerne noch möglichst lange bekommen.

Irgendwann wird man dann kleinlaut von einem Erweiterungsbau sprechen, der den steigenden Fluggastzahlen Rechnung trage. Und – oh Wunder – der wird dann in Sperenberg gebaut. Weil man den Standort ja damals in weiser Voraussicht bereits erfolgreich auf Tauglichkeit geprüft hatte. Weil Berlin so blöd war sexy sei und so größenwahnsinnig groß, wäre es für die Westberliner doch praktisch, einen zweiten Flughafen weiter westlich zu haben. Hat die FDP ja schon immer gesagt.

Dieses Irgendwann wird schneller eintreffen, als den Verantwortlichen lieb ist. Denn TXL wird mehr oder weniger unbemerkt unbrauchbar werden. Da die Betriebserlaubnis ja bereits erloschen ist und der Flughafen nur noch bis zur Eröffnung von BER verwendet werden darf, kann dort nicht neu gebaut werden. Reparaturen sind nicht eingeplant. Aber die werden langsam nötig. Mitte März 2018 brach als Vorbote des kommenden Dramas einer bald endenden Bausubstanz schon mal die Fahrbahn auf der Hauptvorfahrt ein: Tegel kaputt berichtete die Berliner Zeitung. Die Qualität von Stahlbetonbauten der 70er Jahre hat ein End of Life – oder sieht das jemand anders? Meine Prognose ist, dass die Schäden in den nächsten Jahren auftreten bzw. sich häufen werden. Eines Tages wird ein zuständiger Statiker sagen, dass der Hauptterminal gesperrt werden muss.

Dann werden die Fluggesellschaften den Druck machen, schnell ein weiteres Großprojekt in Hektik – also ohne Sinn und Verstand – auf die märkische Scholle zu zaubern. Die Kabarettistx und Karikaturistx wird es freuen.

Ich schätze, er wird BER »Angela Merkel« heißen und einige Jahre nach ihrem Tod eröffnet; oder gar nicht. Statistisch betrachtet könnte der schon 2035 sein. So schnell baut sich dann aber doch kein Flughafen in Deutschland. Ach ja, und das Öl ist ja auch bald alle.

Demokratie geht anders

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Hunderttausende Menschen in Berlin sind wütend über die politische Kaste, die selbstherrlich Entscheidungen fällt, die vom Volk nicht gewollt sind, anstatt die Bürger zu beteiligen. Sie vereinbaren in geheimen Verhandlungen Vorteile für Großunternehmen, was zutiefst undemokratisch ist. Damit forcieren sie die Globalisierung, obwohl kleine Unternehmen die Grundlage für viele Arbeitsplätze sind. Sie versorgen die Investoren mir noch mehr Gewinnen, obwohl in den Ländern die soziale Schere immer weiter auseinander klafft.

Paris: 1,40 € für einen Einzelfahrschein

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Eine Millionenstadt mit einem sehr tief liegenden Tunnelnetz für Metro und Regionalbahn, mit Bussen und Tram,  schafft es, den Fahrschein für die innere Zone für 1,40 Euro anzubieten. 

Berlin mit seinen familiären 3,5 Millionen kassiert satte 2,70 € – eine Unverschämtheit. Berlin ist einfach nur peinlich. 


Dazu Apps in diversen Sprachen, an jedem Bahnhof Service-Schalter mit echten Menschen bis spät abends, sauber und funktionierenden Klimaanlagen. 

Demokratie verträgt kein TTIP, CETA oder TISA

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250.000 Menschen auf der Demo gegen die antidemokratischen Freihandelsabkommen repräsentieren Millionen Wähler, die der immer feudaler werdenden Politik die Rechnung präsentieren werden.

Wie können demokratisch gewählte Politiker geheime Verhandlungen führen? – Das darf nicht sein.
Wie können private Schiedsgerichte Urteile gegen Staaten führen? – Das darf nicht sein.

Freihandelsabkommen helfen höchstens internationalen Konzernen – aber nicht den Menschen; die dürfen dann nur die entgangenen Gewinne zahlen. Die Konzerne haben es außerdem gar nicht nötig: siehe DAX und Dow Jones.

Freihandelsabkommen helfen keinem Kleinunternehmer: der verliert weiter Marktanteile.

Freihandelsabkommen vernichten kommunale Betriebe, verschlechtern deren Leistung und Qualität – das sind eben die Gesetze des Kapitalismus. Es gibt bereits genügend Beispiele aus anderen Ländern.

Das darf nicht durchkommen!