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Kategorie: Politik

BER wird neu gebaut

Posted in Berlin, and Politik

Eventuell weiß der Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks mehr als der Öffentlichkeit mitgeteilt wird. Das würde jedenfalls erklären, wie es zu seiner Aussage kam, »das Ding wird abgerissen und neu gebaut«.

Es wird unausweichlich sein, dass der BER in Schönefeld abgerissen wird. Bereits bei der Planung war klar, dass der Standort Sperenberg die bessere Wahl gewesen wäre. Nur weil Politiker Angst hatten, Stimmen zu verlieren, haben sie den faulen Berlinern einen etwas längeren Anfahrtsweg ersparen wollen. Ein Anfahrtsweg, den in München jeder akzeptabel findet und den man in Asien einfach mit Schnellzügen verkürzt. Ein Weg, den man einfach machen muss, weil Flughäfen Platz für Erweiterungen benötigen.

Die Berliner werden diesen Anfahrtsweg trotzdem irgendwann haben. Denn »Willy Brandt« wird niemals fertig werden. Das Fluggastterminal ist eine Fehlplanung, einfach Schrott. Man will das Scheitern nur nicht zugeben. Zu viele Gutverdiener wollen ihre fetten Gehälter behalten.

Irgendwann wird man kleinlaut von einem Erweiterungsbau sprechen, der den steigenden Fluggastzahlen Rechnung trage. Und – oh Wunder – der wird dann in Sperenberg gebaut. Weil man den Standort ja damals in weiser Voraussicht bereits erfolgreich auf Tauglichkeit geprüft hatte.

Dieses Irgendwann wird schneller eintreffen, als den Verantwortlichen lieb ist. Denn TXL wird mehr oder weniger unbemerkt unbrauchbar werden. Da die Betriebserlaubnis ja bereits erloschen ist und der Flughafen nur noch bis zur Eröffnung von BER verwendetwerden darf, kann dort nicht neu gebaut werden. Reparaturen sind nicht eingeplant. Aber die werden langsam nötig. Mitte März 2018 brach als Vorbote des kommenden Dramas einer bald endenden Bausubstanz schon mal die Fahrbahn auf der Hauptvorfahrt ein: Tegel kaputt. Die Qualität von Stahlbetonbauten der 70er Jahre hat ein End of Life – oder sieht das jemand anders? Meine Prognose ist, dass die Schäden in den nächsten Jahren auftreten bzw. sich häufen werden. Eines tages wird ein zuständiger Statiker sagen, dass der Hauptterminal gesperrt werden muss. Und dann werden die Fluggesellschaften Druck machen.

Ich schätze, er wird BER »Angela Merkel« heißen und einige Jahre nach ihrem Tod eröffnet. Statistisch betrachtet könnte der schon 2035 sein. So schnell baut sich dann aber doch kein Flughafen in Deutschland. Ach ja, und das Öl ist ja auch bald alle.

Demokratie geht anders

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Hunderttausende Menschen in Berlin sind wütend über die politische Kaste, die selbstherrlich Entscheidungen fällt, die vom Volk nicht gewollt sind, anstatt die Bürger zu beteiligen. Sie vereinbaren in geheimen Verhandlungen Vorteile für Großunternehmen, was zutiefst undemokratisch ist. Damit forcieren sie die Globalisierung, obwohl kleine Unternehmen die Grundlage für viele Arbeitsplätze sind. Sie versorgen die Investoren mir noch mehr Gewinnen, obwohl in den Ländern die soziale Schere immer weiter auseinander klafft.

Paris: 1,40 € für einen Einzelfahrschein

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Eine Millionenstadt mit einem sehr tief liegenden Tunnelnetz für Metro und Regionalbahn, mit Bussen und Tram,  schafft es, den Fahrschein für die innere Zone für 1,40 Euro anzubieten. 

Berlin mit seinen familiären 3,5 Millionen kassiert satte 2,70 € – eine Unverschämtheit. Berlin ist einfach nur peinlich. 


Dazu Apps in diversen Sprachen, an jedem Bahnhof Service-Schalter mit echten Menschen bis spät abends, sauber und funktionierenden Klimaanlagen. 

Demokratie verträgt kein TTIP, CETA oder TISA

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250.000 Menschen auf der Demo gegen die antidemokratischen Freihandelsabkommen repräsentieren Millionen Wähler, die der immer feudaler werdenden Politik die Rechnung präsentieren werden.

Wie können demokratisch gewählte Politiker geheime Verhandlungen führen? – Das darf nicht sein.
Wie können private Schiedsgerichte Urteile gegen Staaten führen? – Das darf nicht sein.

Freihandelsabkommen helfen höchstens internationalen Konzernen – aber nicht den Menschen; die dürfen dann nur die entgangenen Gewinne zahlen. Die Konzerne haben es außerdem gar nicht nötig: siehe DAX und Dow Jones.

Freihandelsabkommen helfen keinem Kleinunternehmer: der verliert weiter Marktanteile.

Freihandelsabkommen vernichten kommunale Betriebe, verschlechtern deren Leistung und Qualität – das sind eben die Gesetze des Kapitalismus. Es gibt bereits genügend Beispiele aus anderen Ländern.

Das darf nicht durchkommen!

     

Bundesrat

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Woran erkennt man, dass hier keine normale Sitzung mit Politikern zu sehen ist?

Richtig: fast alle Plätze sind belegt.

Es ist Tag der offenen Tür. Im Prinzip finde ich Politik zum Anfassen gut und wichtig. Es wäre schön, wenn die Mitarbeiter in den verschlossenen Büros anwesend wären, damit man mal ein paar Fragen stellen kann.

GEZ zahlen?

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Ja! Natürlich.

  • Was hätten Kinder ohne die Sendung mit der Maus?
  • Wer würde uns aufklären ohne den Weltspiegel?
  • Wie wäre ein Tag ohne die Tagesthemen?
  • Wo wäre Deutschland ohne Monitor?
  • Warum sollte die Kultur auf die vielen besonderen Dokus, Magazine und Beiträge auf ARTE verzichten?
  • Was wäre der Sonntag Abend ohne den Tatort?

Die vielen Verbraucherratschläge, das Schulfernsehen, die Co-Produktionen mit den öffentlichen Sendern anderer Länder. Das braucht die Demokratie. Vor allem die unanhängige Berichterstattung von freien Journalisten. Natürlich machen die auch manchmal Fehler. Aber was ist das im Gegensatz zu den privaten Sendern, die überhaupt keine freie Presse darstellen? Ganz abgesehen von den Propagandasendern aus Russland oder den USA, die man nicht mal als Presse bezeichnen kann.

»Aber ich schaue gar kein öffentlich-rechtliches Fernsehen, warum soll ich also dafür bezahlen?«

Sie haben auch nichts davon, dass die Bundesrepublik im Jahr 2017 für Rüstung satte 37.000.000.000 Euro (37 Milliarden) ausgegeben hat (Quelle: Verteidigungsministerium). Mal unbeachtet der Tatsache, dass die deutschen Gewehre nicht treffen und kein einziger NH90-Hubschrauber einsatzbereit ist und kein deutsches U-Boot funktioniert. Das sind über 400 Euro pro BundesbürgerIn.

28.000.000.000 (28 Milliarden) Euro fließen die Verkehrsinfrastruktur (Quelle: Bundesfinanzministerium). Das sind über 400 Euro pro Fahrzeug. Aus Sicht eines der über 20 Millionen Menschen, die gar kein Auto haben, ungerecht, oder?

Was sind angesichts dieser Zahlen 17,50 Euro pro Monat für Bildung, Nachrichten, Unterhaltung und vieles andere, was es im privaten Rundfunk nicht gibt? Ein Klacks.